ANTWORTEN VOM LEITUNGSTEAM

Im Februar fand die Auftaktveranstaltung zum Pastoralen Raum Mettingen statt.

Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, mit dem Leitungsteam ins Gespräch zu kommen und ihre Fragen zu den Zielen, Strukturen und Perspektiven des neuen Pastoralen Raumes zu stellen.

Die zahlreichen Fragen zeigen das große Interesse an diesem gemeinsamen Weg.

Auch wenn einige Zeit vergangen ist, möchten wir die gestellten Fragen nicht unbeantwortet lassen. Das Leitungsteam hat die Fragen zusammengestellt und nun beantwortet.

Die Antworten veröffentlichen wir hier, um über den aktuellen Stand zu informieren und transparente Einblicke in den Entwicklungsprozess des Pastoralen Raumes Mettingen zu geben.

Wir laden Sie herzlich ein, sich zu informieren und den Weg des Pastoralen Raumes Mettingen weiterhin aufmerksam zu begleiten.

Schwarz = Annemarie Möllenkamp

Rot = Christiane Dettmer

Oliv = Pfr. Benedikt Ende

Magenta = Dietmar Südbeck

Wird es regelmäßig gemeinsame Gottesdienste mit allen fünf Gemeinden geben?

Es wird sicherlich gemeinsame Gottesdienste geben, die Wallfahrtswoche in Hopsten auf dem Breischen ist ein guter Anfang.

Ja, es wird aber auch Einladungen von Pfarreien zu Gottesdiensten geben zu denen alle aus dem Pastoralen Raum willkommen sind.

Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die Kirchengemeinden zu besonderen Anlässen gegenseitig einladen. Ein Beispiel wäre das Cäcilienfest unter Beteiligung der Kirchenchöre. Solche gemeinsamen Gottesdienste können das Miteinander im pastoralen Raum stärken, ohne die Eigenständigkeit der Gemeinden aufzugeben.

Wird es sich eher um eine "Verwaltungseinheit" handeln oder gibt es konkrete Ideen für gemeinsame Aktionen?

Im Moment ist m.E. der pastorale Raum erst eine „Verwaltungseinheit“, der mit seinen Aufgaben wächst. Die Kirche muss enger zusammenrücken, daher wird es für die Zukunft gemeinsame Aktionen geben müssen. Fragt sich nur, wie sollen diese aussehen, was ist gewünscht, wer organisiert?

Es wird auch eine Verwaltungseinheit sein, aber zunächst sollen pastorale Ziele entwickelt und schrittweise umgesetzt werden.

Eine der wichtigsten Aufgaben wird es fürs Leitungsteam sein, die Pfarreiräte und Kirchenvorstände sowie andere Gruppen in den Austausch zu führen.

Zunächst wird es darum gehen, die Strukturen des pastoralen Raumes zu gestalten und gemeinsame pastorale Ziele zu definieren. Unser Anliegen ist es jedoch, dauerhaft Netzwerke zu schaffen und die Menschen im pastoralen Raum stärker miteinander zu verbinden.

Wie sollen die Gemeinden gestärkt werden, für Jugendliche die Frage nach Gott wachzuhalten?

Was wollen die Jugendlichen? Sind sie in der Kirche noch sichtbar?

Die Frage lässt sich wohl zurückgeben an ehrenamtlich Engagierte in unseren Pfarreien.

Ich kann mir gut vorstellen, dass es uns gelingt, über den Rat des pastoralen Raums junge Menschen zu gewinnen, die über Social-Media-Kanäle in ihrer eigenen Sprache andere neugierig machen. Fragen wie „Warum bin ich hier?“ oder „Gibt es Gott wirklich – und wo finde ich ihn?“ können so neue Aufmerksamkeit und Interesse wecken.

Welche Pläne gibt es für die jüngere Generation? (10-25 Jahre)

Vielleicht gemeinsames Ferienlager?

Bisher ist diese Frage noch nicht zu beantworten.

In den zum pastoralen Raum gehörenden Gemeinden gibt es eine gute Kinder- und Jugendarbeit, die – getragen von vielen Ehrenamtlichen – auch künftig fortgeführt werden soll. Gleichzeitig gibt es Gemeinden, in denen Kinder, Jugendliche und ihre Familien der Kirche weniger verbunden sind. Hier bietet der pastorale Raum die Chance, beispielsweise Kommunion- und Firmvorbereitungen gemeindeübergreifend anzubieten. So können die jungen Menschen Glauben in einer größeren Gemeinschaft erleben und feiern.

Wird es sich eher um eine „Verwaltungseinheit“ handeln oder gibt es konkrete Ideen für gemeinsame Aktionen?

Welche Rolle sollen die Vereine und Verbände spielen/übernehmen?

Die gleiche Rolle, die sie jetzt übernehmen. Offen sein für Neues, dabei sein. Kirche ist nur durch alle lebendig

Alle den Kirchengemeinden angeschlossenen Vereine und Verbände bleiben in ihrer Struktur und ihrem Wirken eigenständig und werden weiterhin unterstützt. Ich würde es begrüßen, wenn sich dort, wo strukturelle Herausforderungen wie Überalterung oder fehlende Verantwortungsträger bestehen, gemeindeübergreifende Kooperationen oder Zusammenschlüsse entwickeln könnten.

Wie wäre es mit einem gemeinsamen Pfarrfest?

Die Zeit wird es bringen.

Wir sind fünf eigenständige Gemeinden, die ihre eigenen Pfarrfeste feiern. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass sich die Gemeinden künftig gegenseitig einladen und so das Miteinander stärken. Darüber hinaus kann ich mir vorstellen, dass der pastorale Raum in regelmäßigen Abständen eigene gemeinsame Feste oder Begegnungstage veranstaltet.

Was treibt diesen Prozess an?

Uns allen ist bewusst, dass die Zahl der Menschen, die ihren christlichen Glauben aktiv leben, ebenso zurückgeht wie die Zahl der Kirchenmitglieder und damit auch der Kirchensteuerzahler. Die Kirche muss ihre Strukturen an diese veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Größere pastorale Einheiten sollen dabei helfen, den kirchlichen Auftrag auch künftig gut erfüllen zu können.

Wie sieht die konkrete Arbeit des Leitungsteams aus in der Praxis?

Erst einmal viel Verwaltungsarbeit. Anschließend Koordinierungsarbeit??

In Schritten werden die Aufgaben angegangen: Erstellung einer Geschäftsordnung, Bildung des Pastoralen Rates, der das Leitungsteam berät und unterstützt, Organisation und Koordination von Veranstaltungen.

Das Leitungsteam ist eine neue Struktur, die sich zunächst finden und organisieren muss. Nach der Konstituierung werden wir die notwendigen Arbeitsstrukturen entwickeln. Unsere Aufgabe wird es sein, die Anliegen der Kirchengemeinden aufzugreifen, miteinander zu vernetzen und die Entwicklung des pastoralen Raumes mittel- und langfristig zu koordinieren.

Wie soll Seelsorge im Pastoralen Raum aussehen?

Die „Kernaufgaben“ werden bleiben aber wir werden wahrscheinlich unter Diasporabedingungen unseren christlichen Glauben verkünden und leben. In einigen Bereichen wird es wahrscheinlich Schwerpunktbildungen geben, da nicht jede Pfarrei alles wie bisher anbieten kann.

Die in den kommenden Jahren freiwerdenden Stellen im pastoralen Dienst werden voraussichtlich nicht vollständig nachbesetzt. Das kann dazu führen, dass Seelsorger künftig nicht mehr unmittelbar am Ort ihrer jeweiligen Kirche wohnen. Gleichzeitig werden leitende Pfarrer von Verwaltungsaufgaben entlastet und können sich stärker der Seelsorge widmen. Gemeinsam mit den Pfarrgemeinden werden wir überlegen, an welchen Orten und in welcher Form Seelsorge künftig besonders gebraucht wird und wie die Aufgaben im Pastoralteam sinnvoll verteilt werden können.

Wird es zukünftig auch Wortgottesdienste mit Kommunionfeier an den Wochenenden geben?

Perspektivisch ist aufgrund der Entwicklung des Personalrückgangs der Priester und hauptamtlichen Laien damit zu rechnen, dass es auch in der Liturgie Veränderungen geben wird (Anzahl der Eucharistiefeiern, Einführung von Wortgottesdiensten am Sonntag…)

Es ist vorgesehen, die Gottesdienste an den Wochenenden weiterhin anzubieten. Gleichzeitig werden wir uns darauf einstellen müssen, dass die Zahl der Eucharistiefeiern aufgrund der personellen Entwicklung langfristig geringer werden kann.

Bleibt die Kirche in Wersen bestehen?

Diese Frage muss zunächst der Kirchenvorstand und die Pfarrei in Westerkappeln angehen.

Das Bistum Münster hat den Leitungsteams als eine der ersten Aufgaben mitgegeben, gemeinsam mit allen Gemeinden ein Gebäudekonzept zu entwickeln. Ob einzelne Gebäude dauerhaft erhalten, anders genutzt oder aufgegeben werden, lässt sich erst nach einer sorgfältigen Analyse aller relevanten Daten und Fakten beurteilen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind hierzu noch keine Entscheidungen getroffen.

Unterstützung für alle Ehrenamtlichen

Das ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen: Dort, wo Gruppen oder Strukturen zu klein werden, sollen Menschen die Möglichkeit haben, sich über Gemeindegrenzen hinweg zu vernetzen. Heimat entsteht dort, wo Menschen sich angenommen fühlen und Gemeinschaft erleben. Genau diese Begegnungen möchten wir fördern.

Ansteckende Motivation

Ich hoffe, dass wir als Leitungsteam, das seine Aufgabe mit großer Motivation übernommen hat, etwas von dieser Begeisterung an die Menschen im pastoralen Raum weitergeben können. Veränderung gelingt am besten, wenn sie gemeinsam gestaltet wird.

VOLLE FAHRT VORAUS

Gelungene Auftaktveranstaltung zum Pastoralen Raum Mettingen

Am 28. Februar 2026 fand im Autohaus Tenambergen die Auftaktveranstaltung des neuen Pastoralen Raumes Mettingen statt.

Unter dem Motto „Volle Fahrt voraus“ wurde das bisherige Dekanat Mettingen mit den Gemeinden St. Agatha Mettingen, St. Dionysius Recke, St. Georg Hopsten, St. Margaretha Westerkappeln sowie St. Peter und Paul Halverde abgelöst und bildet fortan den neuen Pastoralen Raum Mettingen.

Um die 350 Personen aus allen Gemeinden des Pastoralen Raumes folgten der Einladung, deutlich mehr als von den Organisatoren erwartet wurden.

Foto: H. Weßling

Feierliche Heilige Messe

Foto: H. Weßling

Foto: H. Weßling

Die Veranstaltung begann mit einer feierlichen heiligen Messe, die von den Zelebranten Pfarrer Benedikt Ende, Pfarrer Christoph Klöpper und Pfarrer Peter van Briel gehalten wurde.

In seiner Predigt sprach Pfarrer Ende vom Aufbruch und Veränderungen, beginnend mit den Erfahrungen eines Kindes, welches das erste Mal alleine Einkaufen geht, bis hin zu den großen, einschneidenden Veränderungen im Leben. Die Sorgen der Eltern, wenn sie ihre Kinder loslassen müssen, verglich Benedikt Ende mit den Herausforderungen und Unsicherheiten, die auch die Kirche im Wandel der Zeit durchlebt.

Diese Erfahrungen des Aufbruchs sind nicht nur in unserem persönlichen Leben von Bedeutung, sondern auch für die Gemeinschaft der Kirche, die sich ständig neu erfindet und anpasst.

Musikalisch wurde der Gottesdienst wie auch die anschließende Gesprächsrunde begleitet vom Familienchor St. Agatha unter der Leitung von Melanie Ortmann.

Gesprächsrunde mit dem Leitungsteam

Nach der Messe übernahm Moderatorin Nadine Fels das Mikrofon und leitete eine Gesprächsrunde mit dem 4-köpfigen Leitungsteam des Pastoralen Raumes.

Dieses setzt sich zusammen aus Pfarrer Benedikt Ende, Pastoralreferentin Christiane Dettmer sowie den ehrenamtlichen Mitgliedern Annemarie Möllenkamp aus Hopsten und Dietmar Südbeck aus Westerkappeln.

In einer lockeren und sehr aufschlussreichen Runde wurden Fragen rund um die Erwartungen an den neuen Pastoralen Raum gestellt. Es ging unter anderem darum, was das Leitungsteam persönlich in den Pastoralen Raum einbringt. Die Antworten wurden, passend zum Motto mit einem vollen Tank, PS, Geschwindigkeit und Kupplung beschrieben.

Foto: H. Weßling

Foto: H. Weßling

Frau Fels nutzte dabei die Gelegenheit, das Publikum aktiv einzubeziehen.

Die Gäste erhoben sich zu den Fragen, zu welchen Kirchengemeinden sie gehören entsprechend von den Stühlen ebenso wurde nach der Geschwindigkeit, mit der jeder Einzelne im Pastoralen Raum unterwegs ist, gefragt.

Fragen der Gäste, die über einen QR-Code gestellt werden konnten, wie auch klassisch mit Stift und Papier, wurden vom Leitungsteam direkt beantwortet. Die Frage, ob denn auch zukünftig weitere gemeinsame Gottesdienste geplant seien, wurde von Pfarrer Ende mit den Worten „er sei für alles offen“ beantwortet.

Eine passende Wortmeldung einer Besucherin gab es zum Ende der Fragerunde. Sie lobte ausdrücklich die gute Wahl der Location. So wurde keine Kirche in den Mittelpunkt gestellt, sondern ein neutraler Ort, wo sich alle Gemeindemitglieder gut abgeholt fühlen konnten. Diese Meinung wurde von den Zuhörern mit lautem Beifall geteilt.

Dankeschön und Ausklang

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde das Koordinierungsteam und der Dechant Christoph Klöpper auf die Bühne gebeten.

Als Dankeschön erhielten sie für ihr Engagement „Heimatkohle“ in Form eines Gutscheins.

Viele der Gäste blieben nach der Veranstaltung noch bei einem Imbiss und Getränken im Autohaus Tenambergen zusammen. Es war eine gute Gelegenheit, neue Kontakte im Pastoralen Raum zu knüpfen sowie alten Bekanntschaften zu stärken.

Ein herzlicher Dank geht an Helmut Tenambergen für die Bereitstellung der Ausstellungshalle.

Ebenso geht ein dickes Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Helfern, die für die Bestuhlung, den Auf- und Abbau, sowie den Imbiss- und Getränkestand zuständig waren.

Wir freuen uns auf die kommenden Jahre des Pastoralen Raumes Mettingen und die vielen gemeinsamen Schritte, die wir als Gemeinschaft gehen werden.

Foto: H. Weßling

Alle Fotos dieser Seite wurden uns von Herrn Weßling zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!